EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE ALTLANDSBERG
 

 

Buchholz

 

 

Die Ortskirchengemeinde Buchholz hat 45 Gemeindeglieder. Gottesdienst feiern wir 14tägig, Sonntag um 09:00 Uhr in der Buchholzer Kirche. Im Winterhalbjahr treffen sich die Senioren der Kirchenge-meinde alle drei Wochen nachmittags zu einem Gemeinde-Café in der Kirche. Es beginnt mit einer Andacht vom Pfarrer J. Menard. Anschließend gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Dabei sprechen wir über aktuelle Themen, werfen aber auch den Blick zurück.

Die Dorfkirche Buchholz

© Enrico Konkel

Die Buchholzer Dorfkirche ist die jüngste Kirche der vier Dorfkirchen des Pfarrsprengels. Aufgrund der Bauweise und Verwendung von unbehauenen Feld-  und Backsteinen lässt sich als frühestes Ent-stehungsdatum die Zeit um 1300 vermuten. Die Bauform (rechteckiger Saal mit geradem Chorschluss und westlich vorgelagert, leicht eingezogener Turm, an der Südwand des Saales kleiner nachträg-licher Anbau) und die Bauausführung sind relativ einfach gehalten. Heute ist nur noch an den unteren Partien Mauerwerk aus unbehauenen Feldsteinen zu erkennen. Dies lässt auf eine vollständige Zerstörung, vermutlich im 30jährigen Krieg schließen. Im 19. Jahrhundert wurden die Fenster des Langhauses umgestaltet und das Mauerwerk ausgebessert. Der barocke Altar wurde 1710 durch den Berliner Bildhauer Martin Caspar Schlau gefertigt. Der aus Backsteinen gemauerte Altartisch stammt wahrscheinlich noch aus dem Mittelalter. Die Kanzel ist ebenfalls im Barock entstanden.
Die Buchholzer Kirche besitzt eine Tafel für die Gefallenen des Krieges 1866 und eine Erinnerungs-tafel zum 100jährigen Gedenken an die Befreiungskriege. Ein Kelch mit Patene, Silber vergoldet, aus dem Jahre 1717 dient als Abendmahlsgerät.
Von den drei Glocken wurde eine 1624 in Spandau gegossen. Die beiden anderen wurden 1930 in Henickendorf hergestellt.
Gestühl, Empore und die Decke wurden in der Gründerzeit eingebaut.
Eine ganz andere Nutzung erfuhr die Kirche in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die sowjetrussische Armee nutzte sie als Kinoraum. Die Innenausmalung und das Eingangsportal aus Eichenholz stammen aus den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

© Enrico Konkel